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Frieden und Versöhnung

Vom Feind zum Freund

Bereits seit den ersten Bemühungen um die Aussöhnung ehemaliger Kriegsgegner begleitete die katholische Kirchengemeinde den Friedensprozess aktiv. Die erste Handreichung französischer Kriegsgefangener mit den Heimatvertriebenen Trutzhainer fand 1970 in der Wallfahrtskirche Maria Hilf statt. Der ökumenische Gottesdienst war der Beginn einer über 30-jährigen Aussöhnungsgeschichte.

Der katholische Lagerpfarrer Abbé Pierre Dentin aus Bourseville (Frankreich) war auf Seiten der ehemaligen Kriegsgefangenen die treibende Kraft. Er gründete die "Anciens du STALAG IX A" (Die Ehemaligen des STALAG IX A) und organisierte mit Horst Munk und den Trutzhainer Kyffhäuserkameraden über 10 Treffen in Trutzhain und in Frankreich. Für seine Bemühungen um Aussöhnung und Frieden wurde Abbé Pierre Dentin 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.


Gemeinsam mit seinen Kameraden und den Kyffhäusern hatte Abbé Dentin Exponate der Gefangenschaft zusammen getragen. Als sichtbares Zeichen der Aussöhnungsbemühungen enstand 1985 das "Museum für den Frieden", welches von den beiden Vereinen getragen wurde.


2003 wurden die Exponate in die Gedenkstätte der Opfer des Nationalsozialismus überführt.

2001, zum 50. jährigen Bestehen der politischen Gemeinde Trutzhain, wurde im Beisein des damaligen Fuldaer Weihbischofs und heutigen Erzbischofs von Bamberg, Prof. Dr. Ludwig Schick, die "Abbé-Pierre-Dentin-Allee" eingeweiht.


Abbé Dentin hatte sich maßgeblich für die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner eingesetzt.  


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