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Buch "alte und neue Kunst"

Kunstverein würdigt Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder

Trutzhain. Bischof Heinz Josef Algermissen, Weihbischof Prof. Dr.  Karlheinz Diez, Bruder Paulus Terwitte, Provinzial Thomas Klosterkamp OMI und viele andere Priester und Ordensleute haben die Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder (Kaseln) getragen. Nun würdigte der Verein für Christliche Kunst in den Bistümern der Kirchenprovinz Paderborn e.V. das ungewöhnliche Gemeinschaftsprojekt der katholischen Kirchengemeinde in der neuen Auflage des 160 seitigen Sammelbandes „alte und neue Kunst“. Der mit rund 300 Mitglieder älteste christliche Kunstverein Deutschlands gibt alle zwei Jahre einen in Hochglanz gedruckten Sammelband heraus, um besondere künstlerische und gestaltende Arbeiten im Erzbistum Paderborn und den Bistümern Erfurt, Fulda und Magdeburg zu präsentieren. Dem Verein gehören neben den Bistümer zumeist Künstler, Architekten, Restauratoren, Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen und Kunstinteressierte an.


Viele Facetten
2007 begann das ungewöhnliche Gemeinschaftsprojekt. Studierende des 3. Semesters der Kasseler Werkakademie für Gestaltung (heute Werkakademie für Gestaltung Hessen) mit dem Textilgestalter Reimer Hennings erhielten den Auftrag exklusive Messgewänder für die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain zu entwerfen. Den Hintergrund für die Entwürfe lieferten theologische und geschichtliche Ansätze, die Pfarrer Diethelm Vogel mit Gemeindereferentin Gabriele Döll und Wolfgang Scholz formulierten. 24 verschiedene Entwürfe entstanden in der Werkakademie und wurden der Trutzhainer Kirchengemeinde vorgelegt. Diese entschied sich für den Entwurf der Marburgerin Carolin Bescherer als Grundlage, der fortan weiter verfeinert wurde. Die Trutzhainer Weberei Rudolf Egelkraut KG, die u. a. für Fertigung von liturgischen Stoffen bekannt ist, webte die Stoffe exkluiv für diese Sonderanfertigung. Die Lohfeldener Schneidermeisterin Ingeborg Bechstedt nähte aus den Stoffen die neuen und unverwechselbaren Kaseln für Trutzhain. Es entstanden insgesamt sechs Messgewänder, eins für den Hauptzelebranten und fünf für die Konzelebranten. Die modernen Messgewänder sind in der Form und in der Gestaltung einmalig und tragen der besonderen Geschichte der jüngsten hessischen Gemeinde Rechnung. Der Ort Trutzhain entstand aus einem Kriegsgefangenenlager. Flüchtlinge und Heimatvertriebene machten ab 1948 aus dem Lager das Dorf Trutzhain. Die Gestaltung der Messgewänder erinnert an die Not der Flüchtlinge und Vertriebenen und an die Wirrungen des Lebens, denen die Menschen auch heute ausgesetzt sind. Der theologische Ansatz für die Gestaltung ist der christliche Glaube, dass in allen Lebenslagen Christus mit allen, die an ihn glauben, unterwegs ist, er, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Das Messgewand des Hauptzelebranten weist kaum Unterscheidungen zu denen der Konzelebranten auf. Damit soll auch optisch die Aussage „ich bin einer von Euch“ symbolisiert werden. Eingeweiht wurden die Trutzhainer Kaseln 2008 von Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, der mit den Priestern und Ordensleuten die Wallfahrtsmesse feierte. Besonders gefreut hat die Trutzhainer Gemeinde, dass auch der tschechische Pfarrer von Jirkow (Görkau) Miroslav Dvoulety konzelebrierte. Pfarrer Dvoulety betreut heute die Wallfahrtskirche in Kvetnov (Quinau), dem Ursprung der Wallfahrt.
Die Studierenden nahmen mit den neuen Kaseln auch am 11. Hessischen Gestaltungspreis 2008 teil. Mit der Aufnahme in den Katalog der besten Arbeiten des Jahrgangs, zahlreichen Presseveröffentlichungen und der Teilnahme der Kaseln an Ausstellungen in Wiesbaden, Wetzlar und Kassel wurden die Trutzhainer Gewänder über Hessen hinaus bekannt.


Limitierte Auflage
Der Sammelband „alte und neue Kunst“ erscheint alle zwei Jahre und wird  in einer limitierten Auflage von 1.000 Stück herausgegeben. In dem vorliegenden Band werden insgesamt 27 Gestaltungsprojekte aus den vier Bistümern vorgestellt. Der Sammelband ist nicht im freien Handel zu kaufen, sondern kann nur auf Anfrage und gegen eine Spende an den Kunstverein weitergegeben werden. Die Bücher können direkt über den Verein für christliche Kunst e.V. gefunden werden unter www.verein-christliche-kunst.de oder über die Katholische Pfarrkuratie Maria Hilf, Trutzhain, Tel. 06691 3227, Homepage: www.maria-hilf-trutzhain.de, E-Mail: maria-hilf-trutzhain@web.de. bezogen werden.


Bilder
Bild1: „alte und neue Kunst“. Der Verein für christliche Kunst würdigt in seinem Sammelband die Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder.
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Bild 2: Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez weihte 2008 die Trutzhainer Kaseln

 


 

 

Quinauer Wallfahrt in Trutzhain

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    Unter dem Motto: „Auch wenn die Kirch´wird renoviert, beim Fasching wird sich nicht geziert“, steht das diesjährige Faschingsvergnügen der katholischen Kirchengemeinden in Schwalmstadt, am Samstag, dem 10. Februar 2018, im Dorfgemeinschaftshaus Trutzhain.

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    Zur Feier der Heiligen Messe anlässlich des Welttages der Kranken, in der das Sakrament der Krankensalbung und der Lourdes-Segen gespendet werden, lädt der Pastoralverbund Maria Hilf Schwalmstadt ein. Diese Feierlichkeit wird am Sonntag, 11. Februar 2018, um 15.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain begangen.

  • Ergänzungswahlen für den Verwaltungsrat

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    Am Sonntag, dem 25. Februar 2018 finden Ergänzungswahlen zum Verwaltungsrat der Pfarrkuratie Maria Hilf in Trutzhain statt.In der Zeit von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr können die Gemeindemitglieder Ihre Stimmen im Pfarrheim in Trutzhain abgeben.

  • Buchpremiere: „angekommen“

    Buchpremiere: „angekommen“

    Die Premiere des Buches „…angekommen!“ erlebten über 50 Gäste im Pfarrheim der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain. Auf 500 Seiten dokumentieren Marlene und Horst W. Gömpel die Vertreibung von etwa 20.000 Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Neubeginn in Nordhessen.

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    Über einhundert neue Kirchen für die katholische Minderheit in Nordhessen seit 1945- Studie dokumentiert moderne katholische Sakralbauten

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    Über eine weitere Unterstützung von 522 Euro kann sich die Kirchengemeinde in Görkau (Jirkov) im tschechischen Erzgebirge freuen. Das Geld kam auf der Lesereise von Marlene und Horst W.Gömpel aus Schwalmstadt-Treysa zusammen. Diese hatten im April 2014 ihr Buch „…angekommen“ der Öffentlichkeit vorgestellt und in 16 Lesungen um eine Spende für die Wallfahrtskirche in Quinau gebeten.

  • Trutzhainer Pilgermauer wächst weiter

    Trutzhainer Pilgermauer wächst weiter

    Über 60 Pilgersteine mauerten Armin Teuchler und Albert Blaschke in die Pilgermauer an der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain ein. Die meisten Steine haben Pilger extra dafür mit nach Trutzhain gebracht. „Teilweise bringen sie besondere Steine, oder sie bedienen sich aus dem Fundus der Kirchengemeinde“, sagte Albert Blaschke von der Kirchengemeinde.

  • Renovierung schreitet voran - Wallfahrtskirche in Quinau ein sichtbares Zeichen der Völkerverständigung

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    „Es geht sichtbar aufwärts, aber es bleibt noch ein ganzes Stück Arbeit“, sagte Pfarrer Alois Heger aus Komotau (Chomutov) auf die Renovierungsarbeiten an der Wallfahrtskirche in Quinau (Kvetnov) angesprochen. 2008 hat der tschechische Staat die barocke Wallfahrtskirche an der Grenze zu Sachsen wieder in Besitz der Diözese Leitmeritz (Litomerice) zurückgegeben.

  • Wallfahrtskirche Maria Hilf ist Kulturdenkmal

    Wallfahrtskirche Maria Hilf ist Kulturdenkmal

    Seit Anfang des Jahres ist die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain Kulturdenkmal. Wie das Landesamt für Denkmalpflege in Marburg dem Bistum Fulda mitteilte, steht das Ensemble der Wallfahrtskirche mit Pfarrheim und Glockenturm sowie die Marienkapelle und Pfarrhaus unter Denkmalschutz.