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Wallfahrtskirche Maria Hilf

Wallfahrtskirche Maria Hilf ist Kulturdenkmal

Bildunterschrift des 1. Bildes

Trutzhain. Seit Anfang des Jahres ist die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain Kulturdenkmal. Wie das Landesamt für Denkmalpflege in Marburg dem Bistum Fulda mitteilte, steht das Ensemble der Wallfahrtskirche mit Pfarrheim und Glockenturm sowie die Marienkapelle und Pfarrhaus unter Denkmalschutz. Wie der Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler vom Generalvikariat des Bistums Fulda erklärte, erfüllt die Wallfahrtskirche alle Anforderungen für ein Kulturdenkmal. Sie sei geschichtlich wie künstlerisch ein überdurchschnittlich eindrucksvolles Zeichen des Glaubens in ihrer Entstehungszeit, nicht zuletzt weil die Kirchengemeinde sich seither engagiert um die Pflege bemüht. Die Harmonie von Raumform und Lichtwirkung sei in diesem Bau besonders eindrucksvoll gelungen und werde bis heute nicht durch nachträgliche Einbauten gestört, erläuterte der Diözesanbaumeister. „Die einzige Wallfahrtskirche in Nordhessen ist ein hervorragendes Beispiel des Kirchenbaus im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil im hessischen Raum. Mit der Unterschutzstellung hat das Land Hessen das öffentliche Interesse an ihrem Erhalt unterstrichen“, sagte Preusler.

Zeltkirche
Die 200 Personen fassende Wallfahrtskirche wurde 1964/1965 gebaut und von dem für Hessen bedeutenden Kasseler Architekten Josef Bieling entworfen und geplant. „Durch die Zeltform hebt sie sich stark von den niedrigen Barackenbauten ab, womit deutlich wird, dass sie nicht als Teil des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers zu sehen ist, sondern als postmodernes Gebäude der Nachkriegszeit in der Funktion eines Zeitzeugen der Entwicklung innerhalb der Diaspora“, heißt es in der Bewertung des Landesamtes. "Die Ausrichtung des Gottesdienstes war von Beginn an "versus populum" ausgerichtet, denn gerade hier in Trutzhain, der Gemeinde der Heimatvertriebenen, stand die Gemeinschaft im Vordergrund. In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Zeltform des Kirchenbaus eine neue Deutungsebene: Das Zelt kann als Symbol für das Unterwegssein durchs Leben gesehen werden, aber auch als neuer, schützender Ort der "sich auf Wanderschaft" befindenden Heimatvertriebenen", heißt es in dem Dokument weiter. Auch die Trutzhainer Herbert Heidenreich und Manfred Lausmann finden in der Bewertung der Denkmalpflege Erwähnung. Steinmetzmeister Heidenreich schuf die Altare, das Taufbecken und das Podest des Tabernakels in dem die Heilige Kommunion aufbewahrt wird. Der Gestalter Manfred Lausmann schuf mit seinen Glasornamenten und dem mit Blei verglasten Kreuzweg ein besonderes Stimmungsbild. Pfarrer Piotr Pasko OMI, freute sich über das positive Signal des Landesamtes. Trotz der jungen Jahre sei die Wallfahrtskirche eine bedeutende Kirche für die Katholiken in der Schwalm, aber auch eine Bereicherung für die Kultur in der Region.

Jüngste Gemeinde in Hessen
Der Ort Trutzhain entstand nach dem II. Weltkrieg. Flüchtlinge und Heimatvertriebene zogen ab 1948 in das verwaiste Kriegsgefangenenlager ein und machten aus dem Lager ein Dorf. 1951 wurde Trutzhain die jüngste hessische Gemeinde. Bereits seit 1949/1950 wird dort auch die Quinauer Wallfahrt gefeiert, die Heimatvertriebene aus Böhmen mit nach Nordhessen brachten. Der Ort Trutzhain und die Maria Hilf Kirche sind als Wallfahrtsort kirchenrechtlich anerkannt. Der Pastoralverbund, der die Schwälmer Gemeinden sowie die Gemeinden in Zimmersrode und Bad Zwesten umfasst, ist zudem nach der Wallfahrtskirche in Trutzhain benannt. Zudem ist die Wallfahrtskirche als Versöhnungsstätte zwischen ehemaligen Kriegsgegner bekannt. 1970 reichten sich in einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst französische Kriegsgefangene und heimatvertriebene Trutzhainer erstmals die Hände.


Bild: Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler (Bistum Fulda)

 
 

Quinauer Wallfahrt in Trutzhain

  • Fasching 2018

    Fasching 2018

    Unter dem Motto: „Auch wenn die Kirch´wird renoviert, beim Fasching wird sich nicht geziert“, steht das diesjährige Faschingsvergnügen der katholischen Kirchengemeinden in Schwalmstadt, am Samstag, dem 10. Februar 2018, im Dorfgemeinschaftshaus Trutzhain.

  • Welttag der Kranken mit Heiliger Messe am 11.Februar 2018

    Welttag der Kranken mit Heiliger Messe am 11.Februar 2018

    Zur Feier der Heiligen Messe anlässlich des Welttages der Kranken, in der das Sakrament der Krankensalbung und der Lourdes-Segen gespendet werden, lädt der Pastoralverbund Maria Hilf Schwalmstadt ein. Diese Feierlichkeit wird am Sonntag, 11. Februar 2018, um 15.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain begangen.

  • Ergänzungswahlen für den Verwaltungsrat

    Ergänzungswahlen für den Verwaltungsrat

    Am Sonntag, dem 25. Februar 2018 finden Ergänzungswahlen zum Verwaltungsrat der Pfarrkuratie Maria Hilf in Trutzhain statt.In der Zeit von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr können die Gemeindemitglieder Ihre Stimmen im Pfarrheim in Trutzhain abgeben.

  • Buchpremiere: „angekommen“

    Buchpremiere: „angekommen“

    Die Premiere des Buches „…angekommen!“ erlebten über 50 Gäste im Pfarrheim der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain. Auf 500 Seiten dokumentieren Marlene und Horst W. Gömpel die Vertreibung von etwa 20.000 Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Neubeginn in Nordhessen.

  • Katholische Kirchen in der Diaspora

    Katholische Kirchen in der Diaspora

    Über einhundert neue Kirchen für die katholische Minderheit in Nordhessen seit 1945- Studie dokumentiert moderne katholische Sakralbauten

  • 522 Euro für Quinau und ein Buch für Papst Franziskus

    522 Euro für Quinau und ein Buch für Papst Franziskus

    Über eine weitere Unterstützung von 522 Euro kann sich die Kirchengemeinde in Görkau (Jirkov) im tschechischen Erzgebirge freuen. Das Geld kam auf der Lesereise von Marlene und Horst W.Gömpel aus Schwalmstadt-Treysa zusammen. Diese hatten im April 2014 ihr Buch „…angekommen“ der Öffentlichkeit vorgestellt und in 16 Lesungen um eine Spende für die Wallfahrtskirche in Quinau gebeten.

  • Trutzhainer Pilgermauer wächst weiter

    Trutzhainer Pilgermauer wächst weiter

    Über 60 Pilgersteine mauerten Armin Teuchler und Albert Blaschke in die Pilgermauer an der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Trutzhain ein. Die meisten Steine haben Pilger extra dafür mit nach Trutzhain gebracht. „Teilweise bringen sie besondere Steine, oder sie bedienen sich aus dem Fundus der Kirchengemeinde“, sagte Albert Blaschke von der Kirchengemeinde.

  • Renovierung schreitet voran - Wallfahrtskirche in Quinau ein sichtbares Zeichen der Völkerverständigung

    Renovierung schreitet voran - Wallfahrtskirche in Quinau ein sichtbares Zeichen der Völkerverständigung

    „Es geht sichtbar aufwärts, aber es bleibt noch ein ganzes Stück Arbeit“, sagte Pfarrer Alois Heger aus Komotau (Chomutov) auf die Renovierungsarbeiten an der Wallfahrtskirche in Quinau (Kvetnov) angesprochen. 2008 hat der tschechische Staat die barocke Wallfahrtskirche an der Grenze zu Sachsen wieder in Besitz der Diözese Leitmeritz (Litomerice) zurückgegeben.

  • Kunstverein würdigt Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder

    Kunstverein würdigt Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder

    Trutzhain. Bischof Heinz Josef Algermissen, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, Bruder Paulus Terwitte, Provinzial Thomas Klosterkamp OMI und viele andere Priester und Ordensleute haben die Trutzhainer Wallfahrtsmessgewänder (Kaseln) getragen. Nun würdigte der Verein für Christliche Kunst in den Bistümern der Kirchenprovinz Paderborn e.V. das ungewöhnliche Gemeinschaftsprojekt der katholischen Kirchengemeinde in der neuen Auflage des 160 seitigen Sammelbandes „alte und neue Kunst“.