Versöhnung
Frieden und Versöhnung
Glaube verbindet über Grenzen hinweg
Die gemeinsame Glaubensgeschichte verbindet die Wallfahrtsorte Quinau und Trutzhain.
Durch die Vertreibung der Deutschen aus dem böhmischen Erzgebirge nach dem II. Weltkrieg kam die Quinauer Wallfahrt 1949/50 durch die Vertriebenen in die Flüchtlingssiedlung Trutzhain. Seit dieser Zeit ist die Wallfahrt in Trutzhain ein Treffpunkt der Gläubigen in Deutschland.
Durch die Vertriebenen riss die Verbindung nach Kvetnov, wie Quinau heute heißt, trotz der Teilung Europas dennoch nie ab. Immer wieder, soweit dies möglich war, pilgerten die Heimatvertriebenen aus Deutschland auch immer wieder nach Quinau. Über 40 Jahre wurde die Wallfahrt in Quinau und in Trutzhain getrennt voneinander gefeiert.
Durch diese Trennung etablierte sich Trutzhain in den Jahren zum eigenständigen Wallfahrtsort. 1987 nahm die Trutzhainer Gemeinde eine zweite Madonna in ihre Obhut. Der Holzschnitzer Anton Reinelt hatte Maria in der sehr seltenen Darstellung der „mater gravida“, der schwangeren Madonna nach Quinauer Vorbild geschaffen.
War die Wallfahrt anfangs ein Dokument der Teilung Europas, so entwickelte sich seit 1990 der Einigung Europas, die Wallfahrt langsam zu einer Brücke des Glaubens. Auf dem Weg zum Weltjugendtag 2005 in Köln pilgerten Jugendliche aus Böhmen erstmals nach Trutzhain um ein Andacht zu halten.
2008 nahm erstmals Pfarrer Dvoulety aus Jirkov (Görkau) an der Wallfahrt in Trutzhain teil. Zum Jubiläum "60 Jahre Quinauer Wallfahrt in Trutzhain" das unter dem Motto "Glaube verbindet über Grenzen hinweg" im Jahr 2010 gefeiert wurde, konzelebrierte Pfarrer Dvoulety dem Fuldaer Bischof Heinz Josef Allgermissen bei der Heiligen Messe. Er war zum Jubiläum mit einer Pilgergruppe aus Tschechien nach Trutzhain gekommen.
Wallfahrten waren im Dritten Reich ungewünscht und ab 1941 verboten. Nach dem II. Weltkrieg wurden die Kirchen von der kommunistischen Diktatur in Tschechien enteignet.
Erst 2008 wurde die Wallfahrtskirche in Quinau wieder an die Ortskirche zurückgegeben. Um die Wallfahrtskirche bemühen sich neben den Gemeinden Jirkov (Görkau) und Chomutov (Komotau) auch Gemeinden aus den benachbarten Sachsen.
Das Ziel ist, die Wallfahrtskirche als Treffpunkt des Glaubens für tschechische und deutsche Christen zu erhalten.
- Kontakt nach Jirkov, zu der Gemeinde gehört Kvetnov (Quinau) heute: Jirkov (Görkau)
- Prospekt Wallfahrtskirche in Quinau
- Film-Bild-Impressionen Quinau und Trutzhain
Weitere Informationen zur Jubiläumswallfahrt 2010 in Trutzhain:
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Ursprung der Wallfahrt in Quinau
Quinauer Wallfahrt in Trutzhain
Frieden
Ihr wollt, dass es so bleibt wie es ist, darum betet ihr für den Frieden. Wir wollen, dass es nicht so bleibt wie es ist, darum beten wir für den Frieden.
Lothar Zenetti



