Fremde Heimat

Trutzhain und die Quinauer Wallfahrt in der ARD-Dokumentation
Am 21. März 2011 sendet die ARD um 20.15 – 21.45 Uhr die zweiteilige Dokumentation „Fremde Heimat – Die Geschichte der Vertriebenen nach 1945“.
Was es für Menschen bedeutet, mittellos, ihrer vertrauten Umgebung und aller sozialen Bezüge beraubt zu sein, erzählen Henning Burk und Erika Fehse in der 1,5 stündigen Dokumentation.
In der Dokumentation wird u. a. auch die Geschichte des Dorfes Trutzhain und der Quinauer Wallfahrt aufgegriffen. Im Sommer 2010 drehte ein Kamerateam mit Regisseur Henning Burk mehre Tage in Trutzhain und auch zum Jubiläum 60 Jahre Quinauer Wallfahrt in Trutzhain. Drehorte waren neben der Wallfahrtskirche Maria Hilf, die Weberei Egelkraut, die Kunstblumenfabrik Lumpe in Trutzhain und auch die Wallfahrtskirche in Quinau (Tschechien).
Durch Flucht und Vertreibung verloren über 12 Millionen Deutsche aus Schlesien, Ost- und Westpreussen, Pommern, dem Sudetenland und anderen Gebieten östlich der Oder ihre Heimat. Mehr als 2 Millionen Menschen überlebten die Vertreibung nicht.
Aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager STALAG IX A Ziegenhain wurde 1948 die Flüchtlingssiedlung Trutzhain, die 1951 jüngste hessische Gemeinde wurde. Flüchtlinge und Heimatvertriebene machten aus dem ehemaligen Lager ein Dorf, das heute als Wallfahrtsort anerkannt ist.
Buch erschienen
Zu der Fernseh-Dokumentation ist auch ein 272 seitiges Buch im Rowohlt-Verlag erschienen. Das Buch kostet 19,95 € / ISBN 978-3-87134-714-6.
Bild: Quinauer Wallfahrt 2010 mit Bischof Heinz Josef Algermissen.



